Berufsbildende Schule (BBS) Norden & Edeka

Weltkulturerbe Tee

Wir sind Schülerinnen und Schüler im 3. Ausbildungsjahr zur Kauffrau/-mann im Einzelhandel und besuchen einmal wöchentlich die Conerus-Schule in Norden, Ostfriesland. Die Teilnahme an der Grünen Woche mit einem eigenen Messestand ist unser Schulprojekt, das wir gemeinsam geplant haben.

Seit mehreren Jahren werden Projekte dieser Art von den Azubis des 3. Lehrjahres geplant, allerdings werden diese immer nur theoretisch vorgestellt. Daher freuen wir uns umso mehr, dass wir in der Geschichte der Grünen Woche vermutlich die erste Schulklasse sind, die ein so umfangreiches Projekt auf die Beine stellen darf.

Unterstützt werden wir dabei durch unsere Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Sponsoren und insbesondere Thiele Tee. Vor allem Marco Kruse, Inhaber der Edeka Kruse Märkte hat das Projekt unterstützt. Wir entschieden uns dafür, den Menschen in Berlin unser Weltkulturerbe, den Ostfriesentee näher zu bringen. Dies präsentieren wir in Form eines Teeausschanks direkt am Stand, sowie in einem nachhaltigen To-Go-Becher. Zudem verkaufen wir Tee und Zubehör, wie zum Beispiel Teedosen. Außerdem bieten wir eine Glücksradaktion an, mit tollen Gewinnen aus der Region. Ein Highlight wird die original ostfriesische Teezeremonie auf der Bühne sein.  

Im Ostfriesischen Alltag spielt Tee schon sehr lange eine große Rolle. Tee gelangte erstmals im frühen 17. Jahrhundert durch niederländische Ostindien-Kompanien nach Ostfriesland. Zunächst wurde um 1675 Tee nur als Medizin verabreicht. Bereits 1720 existierte der Teehandel sehr ausgeprägt in Ostfriesland. Friedrich der II. versuchte 1768, nach dem Scheitern der Königlichen Preußischen-Asiatischen Kompanie in Emden, den Ostfriesen das inzwischen liebgewonnene Teegetränk abzugewöhnen. Dadurch entstand der sogenannte „Teekrieg“, der bis etwa 1780 dauerte. Ostfriesen reagierten darauf mit Schmuggel, zivilem Ungehorsam und heimlichem Teetrinken.